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Ein Gesetz und ein verletzter Herr Oranien-Nassau

2. März 2012 By Manfred Messmer

Eine kleine Notiz heute auf der Seite Vermischtes:

Zwei Wochen nach seinem Lawinenunfall ist der schwer verletzte niederländische Prinz Friso von Österreich nach London verlegt worden.

Nun kann man sich fragen, weshalb Herr Oranien-Nassau nicht in die Niederlanden verlegt wurde. Dort gibt es doch auch gute Spitäler und ebenso gute Ärzte.

Ein niederländischer Freund, er legt Wert darauf, nicht als Holländer bezeichnet zu werden, weil bei den Holländern und den Niederländern verhält es sich etwa so wie mit den Zürchern und Baslern, dieser Niederländer also, hat vor Tagen folgende Erklärung geliefert.

Die Sache ist die, dass in den Niederlanden vor kurzem ein Gesetz verabschiedet wurde, wonach es allein Sache des behandelnden Arztes ist, zu entscheiden, wann die lebenserhaltenden Massnahmen für einen unheilbar Kranken oder Verletzten eingestellt werden. Dieser Umstand erklärt, weshalb der Patient nicht schon früher in die Heimat transportiert wurde. Der Prinz wäre zu einem Politikum geworden. Denn das Gesetz ist ziemlich umstritten.

Doch weshalb nun nach London?

In England verhält es sich so, dass die Entscheidung, die Apparate abzustellen, allein bei der Ehefrau liegt. Das Königshaus Oranien-Nassau hat in England keine Entscheidungsbefugnisse.

Kategorie: Unterhaltung Stichworte: Unterhaltung

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Michael Przewrocki meint

    3. März 2012 um 10:50

    Warum er ohne Airbag in die Lawine geraten ist sei uns alle eine Warnung.

  2. Henry Berger meint

    2. März 2012 um 12:29

    P.S. gemäss Wikipedia ist Friso seit 2011 für ein britisches Unternehmen als CFO tätig, die ältere Tochter ist bereits schulpflichtig und wird wohl in Grossbritannien eine Schule besuchen, in diesem Fall ist es doch naheliegend den kranken Prinzen am WOHNORT in ein Spital zu bringen.

    • M.M. meint

      2. März 2012 um 17:25

      Ja, ja urenco, ist ein Staatsunternehmen. Gehört u.a. den Niederlanden.

      Alles klar?

  3. Henry Berger meint

    2. März 2012 um 12:24

    Aber Herr Messmer – sehr schlecht recherchiert und gleich auf „Skandal“ machen? Friso lebt seit geraumer Zeit in London, es ist anzunehmen, dass dort seine Frau und die Kinder auch soziale Beziehungen haben. Nicht jeder Prinz der Niederlande muss in den Niederlanden wohnen!

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