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Wenn man plötzlich zu den 200 prominentesten Basler Persönlichkeiten gezählt wird

26. Januar 2012 By Manfred Messmer

Eben ist folgende E-Mail eingedrudelt:

Sehr geehrter Herr Messmer

Das mit renommierten Journalisten und Medienprofis besetzte Komitee der neuen Jahrespublikation «WW Who is Who in Basel» hat Sie zu einer der 200 prominentesten Basler Persönlichkeiten im vergangenen Jahr gekürt. Namens der Redaktion gratulieren wir Ihnen dazu herzlichst. Ihre Schaffenskraft, Ihre Kreativität und Ihre Leistungen wurden honoriert.

In aller Bescheidenheit – ich werde bei solchen Sätzen nicht mehr rot.

Und das ist die Jury, die das findet:

Moritz Conzelmann, Chefredaktor Radio Basilisk

Thomas Dähler, Chefredaktor Basellandschaftliche Zeitung BZ

Dr. Jeanne Fürst, Basler Medizinerin und SF «Gesundheit Sprechstunde»-Moderatorin

Hans-Peter Hammel «Minu», Autor & Kolumnist

Heinz Margot, Moderator & Schauspieler

Zoe Scarlett, international erfolgreiches Pin-Up, Vintage und Retro Model aus Basel

Sandra Schiess, Redaktionsleiterin DRS 1

Markus Somm, Chefredaktor BaZ

Willy Surbeck, Chefredaktor Tele Basel

(Das Retro Model ist weiblich? Dachte das sei der -minu. Der ist doch mit seinen Kolumnen ein ausgesprochenes Retro-Modell. Aber dass Herr Somm persönlich auch denkt, ich sei – ob das bereits ein Teil seiner Kampagne ist, auch bei mir zu punkten?)

Okay, das tönt ja alles schön und gut, kostet das was oder wo ist der Haken, denke ich mir? Das hier ist er:

Wir sind nun damit beauftragt, ein kurzes Portrait über Sie zu schreiben und insbesondere Ihre Aktivitäten im vergangenen Jahr in den Fokus zu rücken. Dafür wäre ich froh, Sie würden mir aus Ihrer Sicht beschreiben, was im 2011 wichtig war für Ihre Agentur, für Sie selber, was Sie gefreut hat, was geärgert und was Sie vom 2012 erwarten. Dazu würde mich noch wundernehmen, wo man Sie in Basel antrifft und wo garantiert nicht. Und Ihr Alter per 30.3.2012. Ich wäre sehr dankbar für Ihre Inputs bis zum 5. Februar 2012.

Aha, die haben also im Grunde genommen keine Ahnung. Ich müsste die Laudatio auch noch selber schreiben. Und ein passendes Bild dazu schicken.

Liebe Frau Zbinden:

Herzlichen Dank für Ihre Anfrage. Aber ich möchte eigentlich lieber nicht einer der 200 prominentesten „Basler Persönlichkeiten“ in Ihrem Heft sein. Irgendwie habe ich das dumpfe Gefühl, ich sei, wenn ich da mitmachen täte, in schlechter Gesellschaft.

Also lassen wir das. Dann sind es halt nur 199 Basler Prominente.

Wer wird da schon nachzählen.

Herzliche Grüsse

Manfred Messmer

Wenn die Frau Zbinden diesen Blogeintrag nicht liest – na dann halt, kann ich auch nicht helfen.

Kategorie: Unterhaltung Stichworte: Unterhaltung

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Peter Schlemihl meint

    31. Januar 2012 um 9:03

    Mal ganz ehrlich, ist das nicht ein Armutszeugnis für Basel…?

  2. Franz meint

    27. Januar 2012 um 15:46

    Oh, ist ja wie „Basel geht aus“. Dort musste man das Hochglanzheftli mit 120 guten Restaurants füllen.
    Obwohls soviele gute gar nicht gibt. Ob das wohl der gleiche Verlag ist?

  3. Blacky meint

    27. Januar 2012 um 15:22

    „Gleichklang schöner Seelen“ – so hauchen wir mit Altvater Goethe. Denn auch „Weltwoche“-Engeler möchte wie BS-nicht-Promi M.M. auch nicht „Journalist des Jahres“ sein.

  4. Gotte meint

    27. Januar 2012 um 9:35

    huhuuu… welch illustre runde. hätte ich nicht gedacht, dass mm als mit gesundem ego ausgestatteter blöggler diese ehre ausschlägt. das finde ich jetzt grad wieder gut. aber, ehrlich: medienprofis wie sie wissen, dass niemand, schon gar nicht ich, je davon erfahren hätte, dass sie zu den 200 promis gehören – aber jetzt wissen es alle, die ganze welt, das ganze web und sogar ich.

  5. C.P. meint

    26. Januar 2012 um 20:46

    und by the way: was die frau noch so wundernehmen tätete, könnte gleichsam ein hinweis darauf sein, dass glanz und gloria dort dann aufzutauchen zu gedenken würdeten..;-))) basta.

  6. C.P. meint

    26. Januar 2012 um 20:28

    Da ziehn wir mal den Hut! Chapeau und Knicks! Ehrenwort.

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