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TagesWoche – das Rentnerblatt

12. Januar 2012 By Manfred Messmer

Es war ein Fehler, ich gebe es zu, dass ich die TagesWoche im Dezember als „Studentenblatt“ bezeichnet habe. Okay, es war auch nur das Zitat eines bekannten Bekannten.

Nun gut.

Vor ein paar Stunden hat die TagesWoche die Themen von morgen getwittert:

Ängstliche Basler:
Die Zahl der Verbrechen hat in den vergangenen Jahren nicht zugenommen. Trotzdem ­fühlen sich viele Baslerinnen und ­Basler immer weniger ­sicher ­in der Stadt – das hat mehrere Gründe.
The bianca Story:
Die Band veröffentlicht ihr zweites Album – das Ausland jubelt, wann folgt die Heimatstadt?
Pferde mit Macken und arabische Millionen:
Janika Sprunger über die Welt des Springreitens
Darlehen gegen Bier:
Feldschlösschen gibt Wirten Darlehen – falls sie das richtige Bier ausschenken
.
Basler Bankrat soll reden:
Eine Jungpolitikerin verlangt Auskunft über die Geschäfte der BKB mit US-Kunden.
Frischer Wind in der Museumslandschaft:
Neue Leitung soll das behäbige Historische Museum in die Gegenwart führen
.
Hildebrand, Kopp & Co.:
Die grössten Politskandale der Schweiz – und ein Gespräch mit Elisabeth Kopp
Streit um Retter-Babys:
Darf man ein Kind benützen, um einem anderen das Leben zu retten?
Werner Herzogs «Cave of forgotten dreams»:
Der deutsche Filmemacher inszeniert die ältesten Höhlenmalereien in 3D
Zehn Jahre Schauspielhaus Basel:
Das Haus hätte beste technische Möglichkeiten – aber sie werden nicht genutzt.

Als ich das gelesen habe, dachte ich zuerst – das ist Satire pur, jeder Satz ein Wortwitz („Janika Sprunger über die Welt des Springreitens“).

Aber spätestens bei „Gespräch mit Elisabeth Kopp“ wurde mir klar, die meinen das tatsächlich so. Die sind wirklich davon überzeugt, dass das irgendjemanden interessiert.

Möglicherweise ein paar Rentner, ein paart Platz-Nostalgiker, welche sich die BaZ der frühen 90er zurückwünschen.

PS: Man kann ja auf die WELTWOCHE eindreschen wie man will. Aber dann muss man zumindest auf der gleichen Höhe mithalten können.

(c) Bild TagesWoche

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Kategorie: Medien Stichworte: Medien

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. P. Herzog meint

    13. Januar 2012 um 20:00

    Die TW ist ein Ergänzung zu den Tageszeitungen, und berichtet über viele lokale Geschehnisse. Wenn ich micht über die Wirtschaft und Finanzen schlau machen will, lese ich die NZZ, den Tagi und vielleicht die BAZ. Die TW hat ihre Berechtigung, und steuert ihren Teil zur News-Vielfalt teil. Sie hier auch, aber natürlich nicht in der selben Qualität und Menge.

    • Michael Przewrocki meint

      14. Januar 2012 um 10:04

      Doch Herr Herzog, die Qualität ist überdurchschnittlich und nicht immer wird viel übers Lokale geschrieben/gezeigt. Aber alles hat auch einen Bezug aufs Lokale.

  2. Michael Przewrocki meint

    13. Januar 2012 um 15:23

    Die TW wird immer besser rsp für Alle etwas, einfach nicht in jeder Ausgabe.
    Was die Anzug-Krawatten-Basler Hut-Fotoreportage in der Ausgabe 1/6.1.12 über Baschi Dürr zum Image beitragen soll ist mir als Fotograf schleierhaft. Vielleicht was zum TW-Image, man redet darüber. Auch clever. Wollen wir aber nicht eher sehen was er leistet?

  3. C.P. meint

    12. Januar 2012 um 20:32

    Vielleicht liegt es am Publikum..) Ich habe dort mal reingeschaut, zum ersten Mal. Gleich werde ich informiert, dass Herr Blocher zum Scharivari (oder wie das Ding heisst) – ich komme ja ab und zu nur an den Morgensrtaich – hochoffiziell eingeladen ist. Man prüft bereits Sicherheitsvorkehrungen. Das geht aber glatt bei Euch:-) BAZ Geschichte schon vergessen. Sarasin ist ja auch eine Privatbank die sich auf etwas weniger griffige Regeln freut. Und damit freut sich offenbar ganz Basel auf den Herrn. Gratuliere! Oder sind es doch nur die vermögenden, etwas senilen und dekadenten Senioren…:-) Duckkopf und weg;-)

  4. Berger Henry meint

    12. Januar 2012 um 16:31

    Immerhin „funktioniert“ die gedruckte Ausgabe,d.h. man kann darin blättern, was man von http://www.tageswoche.ch leider nicht immer behaupten kann. Der – m.E. heutzutage eigentlich wichtigere – Internetauftritt der Zeitung befriedigt weder technisch noch vom graphischen – Schade!

  5. bö meint

    12. Januar 2012 um 16:00

    Wenigstens kommen die Grafiken jugendlich frisch daher http://www.tageswoche.ch/de/2012_01/basel/278201/Rot-gr%C3%BCnes-%C2%ABSuperticket%C2%BB-mit-den-Gr%C3%BCnliberalen.htm

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