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EU driftet weg

22. November 2011 By Manfred Messmer

Die 17 Eurostaaten sollen ihre Haushalte nach dem Willen der Europäischen Kommission künftig nach einem gemeinsamen Zeitplan und einheitlichen Regeln vorbereiten. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso will einen gemeinsamen Zeitplan und gemeinsame Regeln für die Erstellung der Haushalte der Euro-Länder Kommissionspräsident José Manuel Barroso will vorschlagen, dass die Länder ihre Haushaltsentwürfe zunächst bis zum 15. April des jeweiligen Jahres zur Kontrolle einschicken. Die Kommission soll dazu Anmerkungen und Hinweise geben.

Die politische zentralistische Entwicklung in der EU ist für Schweizer nicht mehr nachzuvollziehen.

Man muss sich das mal vorstellen, die Kantone müssten bis Mitte April ihre Budgets dem Bund vorlegen, noch bevor sie in den Parlamenten behandelt werden und der Bundesrat würde anschliessend den Kantonen „Anmerkungen und Hinweise“  zur verbesserten Haushaltsführung übermitteln.

Die EU-Länder driften von der Schweiz in einem Tempo weg, wie man es noch vor ein paar Monaten kaum für möglich gehalten hat. Selbst eine Annäherung an die EU wird immer schwieriger.

WELT: EU will Haushalte der Euro-Länder kontrollieren

Kategorie: Politik Stichworte: EU

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Henry Berger meint

    22. November 2011 um 17:22

    Andrerseits weiss man aber nicht was am Ende dieser Entwicklung steht? Es kann sein, dass dieses ganze Gebilde auseinanderfällt oder dass sich wirklich etwas wie die „Vereinigten Staaten von Europa“ herausbildet, vielleicht und im besten Fall der Schweiz nicht unähnlich.

    Ich bin einfach sehr vorsichtig, weil man weiss wirklich nicht, was für einem Gebilde die Schweiz in 10, 15 Jahren gegenübersteht.

    • M.M. meint

      22. November 2011 um 17:27

      Ihre Antwort ist nun so was von schweizerisch – köstlich.

      Wir wissen in der Tat nicht, wem wir in 10, 15 Jahren gegenüberstehen 🙂

  2. quer meint

    22. November 2011 um 12:03

    „…Selbst eine Annäherung an die EU wird immer schwieriger.“

    Gottseidank!!! Seit wann ist es für eine Demokratie erstrebenswert, sich einer umgebenden Diktatur anzunähern?

    1933-45 hätte obige Aussage die gleiche Frage von standhaften Demokraten ausgelöst.

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