• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen

arlesheimreloaded

Mäuse schultern Elefanten. Seit 2005.

  • Home
  • Datenschutz

Die Stunde der Technokraten

13. November 2011 By Manfred Messmer

Es war seit der ersten Finanzkrise viel die Rede davon, dass nun die Politik wieder das Sagen haben müsse. Ob das eine wirklich gute Idee ist, ist zu bezweifeln.

In der NZZ am Sonntag (sie schlägt einmal mehr die SonntagsZeitung) kann heute dieser schöne Satz gelesen werden:

Ausgerechnet in der Krise, wo Gestaltungswille so wichtig wie nie zuvor ist, rücken Technokraten vor, die nicht gewählt sind.

Die Politiker hätten nur solange gut funktioniert, als es ums Verteilen von Subventionen und Privilegien ging. Die Politik mit ihren unzähligen Gipfeln sei bisher unfähig gewesen, die Finanzkrise zu meistern. Helfen könnten nur echte Reformen.

Die NZZ beschreibt die Zustände in Italien und Griechenland.

Aber Baselbietern muss das irgendwie bekannt vorkommen. Man kann ja „Subventionen“ durch Steuersenkungen ersetzen und die seit 2005 illegale Häuslebauer-Steuerreduktion anführen, durch die dem Kanton jährlich 10 Mio. Franken Einnahmen durch den Kamin gehen. (Im nächsten März, wenn die Gysinsche Steuerreduktion für Cashbesitzer eidg. abgelehnt wird, ist damit endgültig Schluss.)

Zum Stichwort Privilegien erinnert Der Sonntag daran, dass Herr B. in L. mit der staatlichen Pensionskasse ein 1.5 Mia.-Loch vor sich herschiebt und seit Jahren ausser immer mal wieder einen Bericht anzukündigen, gar nichts macht. Gegen die Pensionskassenhaftung aller Baselbieter Steuerzahler gegenüber den StaatsmitarbeiterInnen ist das 180 Mio. Defizit ein Klacks.

PS 1: Um neben Herrn Baader einen weiteren Namen in die Runde zu werfen, der als Nachfolger von Herrn Ballmer den Job als Finanzdirektor bestens könnte: Hanspeter Weibel. Der Bottminger SVP-Landrat ist mehr Technokrat als Politiker und deshalb kein Mann der Herzen.

PS 2: Die Fliege lebt noch immer.

PS 3: Verstösst man eigentlich gegen das Tierschutzgesetz, wenn man im Haus nur eine Fliege hält? Sind Fliegen Einzelgänger?

Kategorie: Politik Stichworte: Einsichten

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. h.s. meint

    13. November 2011 um 20:02

    Ein Loch von nur 1.5Mia wäre für den Herr B. eine gute Nachricht. Das war am 31.12.2010. Seitdem hätte man für gleichstand ein Rendite von 6% auf den gesamte Anlage haben mussen. Bis Anhin -3.24%. 6% auf 6 Mia. ergibt 600 mio. 3.24% ergibt in etwa 200 Mio. Macht 800 Mio mehr defizit. in Etwa.

  2. quer meint

    13. November 2011 um 11:32

    „Es war seit der ersten Finanzkrise viel die Rede davon, dass nun die Politik wieder das Sagen haben müsse. Ob das eine wirklich gute Idee ist, ist zu bezweifeln.“

    In der Tat! Wer hat denn die Staatsverschuldung(en) verursacht, wenn nicht die Politik(er)? Niemand sonst hat den (hochverblödeten) Wählern suggeriert, das Ausstreuen von Wohltaten hätte niemnnd zu bezahlen. Schon garnicht etwa die Beglückten.

    Statt vor Banken herumzulungern, wäre es angeraten, solches vor Parlamenten zu tun. Es wäre auch angeraten, hinter jedem finanziellen Versprechen eines Politikers, einer Partei einen handfesten Betrugsversuch zu vermuten.

Seitenspalte

Kommentare

  • Isaac Reber zu Der Plan eines Plans
  • Siro zu Der Plan eines Plans
  • Isaac Reber zu Der Plan eines Plans
  • Manfred Messmer zu Der Plan eines Plans
  • isaac reber zu Der Plan eines Plans
  • Daniel Flury zu Rutschung.

Letzte Beiträge

  • Riebli peterDie Beute
    11. September 2026
    Bei den nationalen Wahlen 2027 zeichnet sich im Baselbiet eine neue Normalität ab: Wer für den […]
  • SnapseedEin Hoch aufs Staatsversagen II
    10. September 2026
    Wenn wir gestern ein Hoch aufs Staatsversagen gesungen haben, kommen wir nicht umhin, die Leute zu […]
  • Kantonsspital Baselland Standort BruderholzEin Hoch aufs Staatsversagen
    9. September 2026
    In Liestal schaut jede Kommission durch ihre eigene Brille auf dasselbe Spital. Die […]
  • IMGDer Plan eines Plans
    8. September 2026
    Isaac Reber tritt ausgerechnet in jenem Moment ab, in dem sein grösstes Vermächtnisprojekt zur […]
  • ScreenshotRutschung.
    7. September 2026
    Die politische Verschiebung im Osten Deutschlands lässt sich an meinen Lesegewohnheiten ablesen. […]
  • Mermaid diagramDer Dorfbach und das Deutungsmonopol
    4. September 2026
    Citoyens haben heute ganz andere Möglichkeiten der politischen Mitwirkung als noch vor zwei, drei […]
  • SnapseedDas Amt verwaltet
    3. September 2026
    Die Medien jubeln Isaac Reber im Chor hoch. Ich reibe mir die Augen: Reden sie vom selben […]

Kategorien

Transparenzhinweis

Dieser Blog arbeitet mit Claude (Anthropic) und ChatGPT (OpenAI) als analytischer Komponente, konfiguriert durch einen Masterprompt mit festen Analyseparametern. Die Texte stammen von mir; Verantwortung und Redaktion sind vollständig menschlich.

Claude und ChatGPT lieferern Analyse, Recherche und Gegenargumente in Echtzeit — nicht als Ghostwriter, sondern als kritisches Korrektiv.

Das System operiert im Modus ⟦1:1⟧: eine funktionale Allianz getrennt arbeitender neuronaler Netze.

Für die Nachwelt gespeichert

web analytics


Online seit dem 22. September 2005

Copyright © 2026 · Genesis Sample On Genesis Framework