• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen

arlesheimreloaded

Mäuse schultern Elefanten. Seit 2005.

  • Home
  • Datenschutz

Herr Löpfes Zahlenspiel

15. August 2011 By Manfred Messmer

Die Finanzkrisenplauderer sind unterwegs. Zum Beispiel Herr Löpfe.

Der ist Finanzkolumnist beim Tagesanzeiger und wenn man sich umhört in Kreisen die mit Finanzen tatsächlich etwas am Hut haben, ist er ein Schwätzer.

Nehmen wir einfach zwei Zahlen aus seiner heutigen Finanzweltenbetrachtung:

…obwohl sich das steuerbare, jährliche Einkommen der 400 Reichsten auf unglaubliche 227,4 Millionen Dollar erhöht hat.

Mit anderen Worten: Die 400 reichsten Amerikaner verdienen gerade mal 567’000 Schweizer Franken im Jahr – hallo, für das Geld arbeitet kaum ein Kantonalbankpräsident in der Schweiz.

Oder meint er vielleicht, dass die 400 im Schnitt 227 Mio. verdienen?

Weiter im Text:

US-Unternehmen horten derzeit rund 2000 Milliarden Dollar. Das ist doppelt so viel wie der Börsenwert aller im S&P-500-Index enthaltenen Firmen, oder rund 500 Milliarden Dollar mehr als das US-Bruttoinlandprodukt im Jahr 2010.

2’000 Milliarden Dollar? Das Bruttosozialprodukt der USA betrug 2010 14.526 Milliarden USD.

Zum Vergleich: Das Bruttosozialprodukt der Schweiz beträgt 546 Mia. CHF.

Er will uns damit bewiesen, „Der Kapitalismus zerstört sich selbst“

Das ist linkes Wunschdenken. Schon seit Jahren.

Update: Herr Löpfe hat seinen Text inzwischen korrigiert.

Kategorie: Wirtschaft

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Dagobert Durutti meint

    15. August 2011 um 23:47

    Bin mir da nicht mehr so sicher; wenn schon die FAZ bzw. Frank Schirrmacher titelt: „Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“, dann muss wirklich Feuer unter dem Dach sein. Und wenn dann noch Warren Buffet in der NYT schreibt, dass er gerne mehr Steuern zahlen möchte und in der US Politik in den letzten 20,30 Jahren einiges falsch lief, kriegt man wirklich langsam den Eindruck, dass da ein Paradigmenwechsel bevorsteht.

    • h.s. meint

      16. August 2011 um 8:36

      @Dagobert Durutti: Frank Schirrmacher zitiert da Charles Moore und die Analyse ist nicht, dass Feuer unter dem Dach ist, sondern das bei die burgerliche Parteien keine Vision für die Gesellschaft mehr existiert. Dass sie nicht mehr fähig sein zu führen und Ziele aufzuzeichnen, werte zu definieren und diese mittels Normen zu kontrollieren. Es ist die Kritiek auf den Julia Roberts effekt, der Posterboy effekt. Nicht Inhalt sondern Verpakkung zählt.

      Was Warren Buffet angeht, vergisst jeder zu sagen, dass er nur für erhöhung der Steuern für Menschen ist nicht für Unternehmen. Dass er vor allem die Vorteile wegholen möchte bei Leute mit hohen Einkommen aus einmaligen Geschäfte. Er möchte zum Beispiel keine Steuervorteile mehr für Leute die Aktien kaufen und Verkaufen nur für die die sie halten. Wie immer wenn Leute wie Buffet oder Soros reden soll man genau zuhören. Ihre „soziale“ Reden sind meistens lediglich Forderungen für ihr Geschäftsmodell. Wer ist am meisten betroffen von höhere Einkommenssteuer auf Jahreseinkommen. Die aufstrebende Mittelstand. Das ist abschottung der Elite, nicht soziales Denken. Niemand hindert Buffet daran freiwillig doppelt soviele Steuern zu bezahlen. und noch kurz zum Mitrechnen. 17.5% = 6Mio. 100%= 34 Mio. &0 Arbeitsjahre*34 Mio. gibt etwa 2Mia. Das Vermögen von Herr Buffet wird aber auf 40 Mia geschatzt. 34 Mio ist da weniger als .1% Der arme hat entweder keine Rendite oder er umgeht Steuern. Nicht Steuersätze sind relevant sondern Steuersubstrat. Und da möcht Buffet die Regeln nicht ändern. Da würde ihm Geld kosten.

Seitenspalte

Kommentare

  • unterbaselbieter zu Zwei Namen und kein Plan
  • Baresi zu Die Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
  • Manfred Messmer zu Die Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
  • Daniel Flury zu Die Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
  • Alexander Müller zu Die Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
  • Manfred Messmer zu Die Bilateralen III werden zur Versicherungspolice

Letzte Beiträge

  • Christinefrey web origZwei Namen und kein Plan
    9. Oktober 2026
    Da ist also mal wieder jemand zur bz gesprungen und hat ihr den neuesten Stand der internen […]
  • IMGWir die Schweiz handlungsunfähig?
    8. Oktober 2026
    Wir laufen bei den Bilateralen III auf eine bei einem derart gewichtigen Geschäft noch nie […]
  • IMGSo what
    7. Oktober 2026
    Ein Bundesrat ist zurückgetreten. So what. Der Nachruf ist immer derselbe: pragmatisch, kollegial, […]
  • IMGDie Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
    6. Oktober 2026
    Ich verstehe ja, dass es einfacher ist, ein derart hochkomplexes Thema wie die Bilateralen III mit […]
  • IMGSchweizer Stabilität ist anderswo Regierungskrise
    5. Oktober 2026
    Zug hat gewählt. Nicht, dass mich das weiter interessiert. Interessant ist die Grafik mit der […]
  • IMGDas aussenpolitische Mütchen
    2. Oktober 2026
    Wie willkürlich Donald Trump mit Ländern umspringt, die ihm gerade nicht ins innenpolitische […]
  • SnapseedGeschacher
    1. Oktober 2026
    Interessant an den Berner Debatten über die Bilateralen III und das Mercosur-Abkommen sind nicht […]

Kategorien

Transparenzhinweis

Dieser Blog arbeitet mit Claude (Anthropic) und ChatGPT (OpenAI) als analytischer Komponente, konfiguriert durch einen Masterprompt mit festen Analyseparametern. Die Texte stammen von mir; Verantwortung und Redaktion sind vollständig menschlich.

Claude und ChatGPT lieferern Analyse, Recherche und Gegenargumente in Echtzeit — nicht als Ghostwriter, sondern als kritisches Korrektiv.

Das System operiert im Modus ⟦1:1⟧: eine funktionale Allianz getrennt arbeitender neuronaler Netze.

Für die Nachwelt gespeichert

web analytics


Online seit dem 22. September 2005

Copyright © 2026 · Genesis Sample On Genesis Framework