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Die Unabhängigkeitserklärung und die Neunte

4. Juli 2011 By Manfred Messmer

Es gibt ja nicht Wenige, die seit Jahren wiederholen „das westliche Modell hat abgewirtschaftet.“ Dies in Abwechslung mit „wir dürfen denen nicht unser demokratisches System aufzwingen.“ Wobei mit „denen“ meistens Nationen gemeint sind, die unter einer Diktatur leiden.

In der Tat: Wir müssen „denen“ unser demokratisches System mit seinen bürgerlichen Freiheits- und Mitbestimmungsrechten nicht aufzwingen.

Die wollen es von sich aus.

Begonnen hat dieser Aufbruch heute vor 235 Jahren mit der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung.

Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, daß alle Menschen gleich erschaffen worden, daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräusserlichen Rechten begabt worden, worunter sind Leben, Freyheit und das Bestreben nach Glückseligkeit. Daß zur Versicherung dieser Rechte Regierungen unter den Menschen eingeführt worden sind, welche ihre gerechte Gewalt von der Einwilligung der Regierten herleiten; daß sobald einige Regierungsform diesen Endzwecken verderblich wird, es das Recht des Volks ist sie zu verändern oder abzuschaffen, und eine neue Regierung einzusetzen, die auf solche Grundsätze gegründet, und deren Macht und Gewalt solchergestalt gebildet wird, als ihnen zur Erhaltung ihrer Sicherheit und Glückseligkeit am schicklichsten zu seyn dünket.

Was für eine Ansage an die kommenden zweihundertfünfunddreissig Jahre!

Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung von 1776 und die Neunte von Beethoven  von 1824 – welch grandioses westliches Fundament.

Die Idee von Freiheit und Selbstbestimmung lässt sich nicht mehr stoppen.

Kategorie: Einsichten Stichworte: Einsichten

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. H_W meint

    6. Juli 2011 um 13:34

    „Die Idee von Freiheit und Selbstbestimmung lässt sich nicht mehr stoppen.“

    Lieber Herr Messmer,

    nur gut, daß Sie nur über die Idee geschrieben haben.

    Gegen die praktische Durchführung arbeiten in Deutschland Genoss_Innen wie Merkel, Gabriel, Roth, Schäuble, Gisy usw. mit recht viel Erfolg.

    Und ich fürchte, in der Schweiz sieht es mittlerweile auch nicht mehr viel besser aus.

  2. Blacky meint

    4. Juli 2011 um 16:48

    Der liebe Siro sollte doch – da er momentan keinen Wahlkampf führen muss und Martin Wagner mit Lele bereits gut bedient ist -, der liebe Siro also soll einmal zusammen zählen, welcher Partei die Mehrzahl unserer Beamten und Chefbeamten noch immer angehört. Ja, seiner lieben FDP. Diese „Liberalen“ sind unsere Volksbeglücker und Alles-Verbieter.
    Und für seinen nächsten Wahlkampf dem Siro noch ein irgendwo geklautes Zitat: „Die Bürokratie ist dazu da, alle unsere Probleme zu lösen, die wir ohne diese Bürokratie gar nicht hätten.“

  3. Siro meint

    4. Juli 2011 um 16:10

    Das Streben nach Glück als fundamentales Recht anzuerkennen, gehört der Politik immer wieder in Erinnerung gerufen. Ständig wird mir und allen anderen bis ins Detail das Privatleben vorgeschrieben: Was uns angeblich glücklich machen soll und was nicht. Ich brauche keine Bevormundung von anderen, die es „gut meinen“. Ich weiss selbst, wann ich einkaufen will, wann ich arbeiten will, ob ich rauchen will, ob mir die Dachziegel auf meinem eigenen Haus gefallen etc. etc. etc. etc. Und ich will auch nicht, dass mir irgend jemand vorschreibt, ob meine Leidenschaften und Hobbys „Sinn“ machen. Solange ich niemanden schade und es selbst bezahle, geht das niemanden etwas an, schon gar nicht die Politik und die Politiker.

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