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Abschied von den Medien

26. Juli 2011 By Manfred Messmer

Heute Morgen habe ich mich von den klassischen Medien verabschiedet. Zumindest für die nächste Zeit.

Ich mag nichts mehr über diesen Typen in Norwegen lesen.

Auch die jetzt folgenden Verästelungen der Mordtat bis in die verkorkste Kindheit hinein interessieren mich nicht.

Ich will auch nicht noch mehr Bilder in meinem Gedächtnis ablegen (bekomme dieses Bild „Mörder in Fantasieuniform“ schon nicht mehr aus dem Kopf).

Dank RSS-Feeds und Flipboard fällt mir der Abschied von Druck und Online nicht allzu schwer.

Es gibt nach wie vor jede Menge andere interessante News.

Wobei die Wirtschaftsseite in der Lokalzeitung heute ausnahmsweise mal einen lesenswerten Beitrag per PDF lieferte, ein Interview mit Guan Jianzhong, dem Besitzer der Chinesischen Ratingagentur Dagong.

Der sagt Sätze wie:

Es ist uns egal, wie oft sie betonen, dass ihr politisches und wirtschaftliches System besonders gut sei. Was uns interessiert, ist die Wirkung, die das System auf ihr wirtschaftliches Management hat, das ist unser Bewertungsstandard.

Diese beiden Sätze muss man sich merken. Sie sind von höchster politischer Brisanz.

PS: bin noch immer der Meinung, die Schweiz sollte sich schleunigst um den Europasitz von Dagong bemühen.

Kategorie: Medien Stichworte: Medien

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Peter Gysin meint

    26. Juli 2011 um 17:40

    Die Mainstream-Medien sind tatsächlich nur noch langweilig. Es lohnt sich die Blogs von unabhängigen Journalisten zu lesen.

  2. Eusebius meint

    26. Juli 2011 um 14:34

    warum ergreift niemand die Initiative?

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