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Tunesien: neue Hochburg für Islamisten?

18. Januar 2011 By Manfred Messmer

In Tunesien findet eine, ja was denn – Revolution statt. Und man ist versucht zu hoffen, dass der auch auf Facebook organisierte Wutausbruch der Strasse in so etwas wie eine Art Demokratie mündet.

Doch das wahrscheinlichste Szenario ist wohl, dass das Land es nicht schaffen wird. Wie auch, wenn niemand da ist, um so eine Demokratie organisieren zu können. Es fehlt an Köpfen und einsichtigem Volk.

Die bei Schweizern beliebte Feriendestination und wichtige Jeansschneiderwerkstätte für Europas Billigketten und Edelboutiquen wird wohl eher in eine weitere Islamistenhochburg abdriften oder, wenn wir Glück haben, in eine nächste, gemässigtere Diktatur.

Mal schauen, wer das Rennen machen wird. Ich tippe derzeit auf die Islamisten.

Kategorie: Einsichten Stichworte: Politik

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. quer meint

    19. Januar 2011 um 11:21

    „By the way, wo unterscheidet sich der Koran vom alten Testament?“

    Fundamental. Die zehn Gebote z.B. widersprechen dem Koran zu 100%. Ich vermute mal, Sie wollen dem Christentum eins auswischen. Dann sollten Sie aber das NT heranziehen. Zeugt von überragender Intelligenz, wenn man nicht mit den Wurzeln seines Denkens vertraut ist.

    • adrian strebel meint

      19. Januar 2011 um 18:58

      Die zehn Gebote z.B. widersprechen dem Koran zu 100%? Naja kommt aber sehr auf die Leseart an, für mich als Laie liest sich das beides sehr ähnlich, zudem hab ich auch von Leuten wie Herrn Küng anderes gehört.

      Ihre Vermutung ist leider falsch, dem Christentum will ich in keinsterweise eins auswischen, amüsiere mich aber immer wieder über uns erhabenen Europäer, die mitgeholfen habe diese Lànder dorthin zu bringen, wo sie heute stehen und nun mit den Fingern zeigen.

      Aber schön, dass sie die Wurzeln meines Denkens kennen 🙂

  2. quer meint

    19. Januar 2011 um 8:11

    „…..und einsichtigem Volk.“

    Das ist es. Wo kann Einsicht gedeihen, wenn eben dieses Volk vom Koran geleitet wird? Das Gesülze und die Träumerei von „Demokratie“ geht in islamischen Ländern immer fehl. Wäre es anders, müßte ja innerhalb der letzten Jahrzehnte irgendwo in der islamischen Welt eine Demokratie ausgebrochen sein. Und das ist ja selbst in der Türkei bisher noch nicht gelungen.

    MM, Sie haben recht. Es geht eher in Richtung Iran, als etwa in Richtung Schweiz. Aber das könnte uns eigentlich egal sein. Wenn nicht Europa (und auch CH) einen neuen Grund dafür sähe, endlos Geld in diesem Faß zu versenken.

    • Adrian Strebel meint

      19. Januar 2011 um 8:37

      Schon noch amüsant, nun sehen die Hobby-Schreiber alle in Tunesien ein neues Iran entstehen, kennen den Kontext aber nicht. Im Iran wurden die Gläubigen unter dem Schah systematisch unterdrückt. In Tunesien konnte zumindest der islamische Glaube ohne Probleme praktiziert werden. Die Revolution wurde im Iran von Religiösen einem religiösen Führer angetrieben, in Tunesien nicht. Genau aus diesem Grund sagen Tunesier wie auch Experten, dass es nicht so kommen wird.

      By the way, wo unterscheidet sich der Koran vom alten Testament?

      • Mittelmass meint

        19. Januar 2011 um 10:32

        „By the way, wo unterscheidet sich der Koran vom alten Testament?“

        So ziehmlich in allem.

  3. Pepe Rodriguez meint

    18. Januar 2011 um 21:05

    Kein einziges arabisches Land ist demokratisch. Warum soll das jetzt plötzlich in Tunesien anders sein?

  4. Simon Erlanger meint

    18. Januar 2011 um 20:51

    see:
    http://www.danielpipes.org/9326/tunisia-turmoil

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