Taj Mahal – die ungeschminkte Sicht

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Ohne Zweifel – der Taj Mahal ist eines der beeindruckendsten, formvollendetsten Bauwerke der Welt. Die Inder mögen das anders sehen, aber dieses iranische Juwel gehört uns allen, der ganzen Menschheit.

Agra, wo sich dieses Kulturerbe der Menschheit befindet, ist eine tothässliche, völlig verdreckte Stadt. Die Schönheit “ihres” Erbes scheint den Einwohnern überhaupt keinen Eindruck zu machen. Man stört sich höchstens daran, dass der Verkehr rund um den Taj eingeschränkt wurde.

Zur obligaten Agra-Tour gehört auch der Besuch des Forts. Denn von dort aus öffnet sich noch so ein atemberaubender Blick auf den Taj.

Doch die Realität ist eine völlig andere, wie man auf diesem Bild unschwer erkennen kann: die Liebeserklärung aus weissem Marmor verschwindet im Smog. Das ist Smog – kein Nebel!

Eigentlich sieht man den Taj auch vom prächtigen Eingangstor aus leicht nur durch einen Nebelschleier, so als schaue man durch eine leicht verdreckte Fensterscheibe. Die Leser kennen es ja, dieses berühmte Bild, wo sich der Taj in diesem Weiher spiegelt. So ist das nicht mehr.

Auf Wikipedia schreiben sie, dass sich der weisse Marmor wegen der Industrieabgase allmählich gelb verfärbt. Es ist eine Schande – Achtung, Nostalgie – wenn man in den 70ern den Taj Mahal frühmorgens, am Mittag und in einer Vollmondnacht betrachten konnte und er jedes Mal eine andere Farbe hatte – sanftes Gelb, helles Weiss und strahlendes Silber.