Ich bitte Sie, arbeiten wird ja masslos überschätzt

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Eigentlich habe ich die drei Jahre Lehrzeit im Büro mehr oder weniger verträumt. Meine liebste Beschäftigung in diesen drei Jahren war denn auch die Post austragen. Wobei nur die Frischlinge des ersten Jahres das Privileg hatten, sich ganz dieser Art von Müssiggang hinzugeben. Anschliessend galt es ernst. Die Büros des Unternehmens waren dem Aeschengraben entlang […]

Im Grunde genommen war ich schon immer faul

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Das war ein kurzer, intensiver Stopp im Dorf mit dem schönsten Dom weit und breit. Die Koffer sind mit frischer, warmer Wäsche gepackt, das iPad mit neuer Musik und neuen Büchern aufgeladen. Es geht in die Berge, in den Winter. Damit will ich nicht behaupten, Müssiggang sei anstrengend oder gar hektisch. Abwechslungsreich, das schon. Man […]

Hektische Woche

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Gute Idee, diese Ruhezone in den 1.-Klassabteilen der SBB. Eine Stunde mit dem Zug nach Zürich – ein Katzensprung. Sitzung. Die Wohnung ist noch immer kalt – die Heizung will nicht so richtig auf Touren kommen. Haben uns Inzwischen geschlagene zwei Stunden mit der Elektronik herumgeprügelt. Das System entbehrt jeglicher Logik. Und man kann auch […]

Wie Steuern die Musse verhindern

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Die Frage, die man stellen muss, bevor man sich dem Müssiggang hingibt, ist, wie man überhaupt dazu gebracht wurde, diesen als ernsthafte Option für seinen Lebensentwurf ausser Betracht zu lassen. Ganze Arbeit haben hier die Protestanten geleistet, egal welcher Strömung und Splittergruppe. Die Ökonomisierung des Glaubens und damit einhergehend die Vertreibung der Musse ist den […]

Strandspaziergang am Sonntag oder: der schlechte Ruf des Müssiggangs

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Kaum eine Sache hat einen derart schlechten Ruf, wie der Müssiggang. Er wird vor allem mit Langeweile gleichgesetzt, mit nutzlos verbrachter Lebenszeit. Der Müßiggang bringt Schand’ und Not, der Fleiß hingegen Ehr’ und Brot. (Deutsches Sprichwort) Wenn also eine Sache nach übereinstimmender Meinung solcherart des Teufels ist, dann muss sie im Wortsinn aussergewöhnlich sein. Related […]

Basel ist wohl eine der schönsten Städte Europas, der Schweiz allemal.

Es muss mal gesagt werden: Basel ist wohl eine der schönsten Städte Europas, der Schweiz allemal. Zum Beispiel diese Flaniermeile dem Kleinbasler Rheinufer entlang – einfach einmalig. Kürzich habe ich zu ihr gesagt, wenn Inder diesen Fluss sehen würden, so sauberes Wasser mitten durch die Stadt – die würden glatt ausflippen. Und siehe da, am […]

Heute war Sommer

Der Wetterbericht hat für mich eine neue Bedeutung bekommen. Ich richte meine Absichtslosigkeit im Tun danach. Gestern beispielsweise haben wir in einem Strasserestaurant eine Pizza gegessen und sind anschliessend zum Rhein, zur Buvette bei der Kaserne. Strahlendblauer Himmel, die Fähre, die zwischen den beiden Ufern pendelt, Mütter mit Kinderwagen, ältere Herren auf dem Velo und […]

Nein, dieses Buch muss ich nicht lesen

Cocce

Irgendwie gibt es wirklich Wichtigeres, als sich mit all den Webers, Busers und Weibels dieser kleinen Welt auf dem Land zu befassen, die sich, wenn sie denn könnten, am liebsten in den Uterus einer Kuh (frei nach Woody Allen ) zurückzögen. Schliesslich habe ich die Arbeitswelt und den Politikquatsch erfolgreich hinter mir gelassen. Deshalb muss […]

Reden wir von Geld oder: Kinder waren das weitaus beste Investment

Na klar muss man sich nicht mit zwanzig oder dreissig Gedanken über die Zeit danach machen. Mit dreissig habe ich mir meine paar Pensionskassenfranken auszahlen lassen und wir sind mit dem Geld für ein halbes Jahr in die USA. Ich habe von New York aus für Schweizer Tageszeitungen Artikel geschrieben. Aber von den Honoraren konnte […]

Die Angst zu verblöden oder: Man kann auch Kuchen backen.

Wenn wir also in unserer kleinen Betrachtung über die Zeit nach der Arbeit fortfahren, dann befassen wir uns mit den ersten Punkt: Du bist frei. Schon mit dieser ersten Tatsache haben die meisten ihre Mühe. Diese Freiheit kommt ihnen keineswegs als solche vor. Sie haben Angst vor der fehlenden Struktur im neuen Alltag. Sie denken, […]