Von M. M., 05. Oktober 2009 – 12:00:00
Wir sollen umerzogen werden. Von den Printmedien. Sie wollen nicht mehr die News von gestern liefern, sondern den Hintergrund und den Kommentar zu den News von gestern. Was aktuell ist, sollen wir online lesen. Was wir mit oder ohne Aufforderung bereits tun. Nun ist es ja nicht so, dass wir bis anhin ohne diese Erläuterung des Hintergrunds leben mussten. Diesen liefern Magazine wie SPIEGEL oder WELTWOCHE. Samt Kommentaren. Oder Wochenzeitungen wie DIE ZEIT und vor allem die Sonntagszeitungen. ... weiterlesen
Von M. M., 30. September 2009 – 20:15:00
In Deutschland, aber auch in der Schweiz, proben die Verleger - inzwischen ist wohl allen Lesern klar, dass diese derzeit meine liebste Berufsgruppe bilden - also die Verleger wehren sich seit Monaten auf allen Kanälen gegen Google. Sie haben sich darauf versteift, den angeblichen Contentklau von Google zu beklagen. Doch ohne die Suchmaschine fänden sie online kaum statt. Da wir gewisse Verbindungen zur WELTWOCHE haben, können wir einen lesenswerten Artikel unseres Lieblingskolumnisten ... weiterlesen
Von M. M., 03. September 2009 – 12:49:00
Nein, zwischendurch ist es ja schon so, dass auch die Holz verarbeitende Industrie einem neue Erkenntnisse nach Hause liefert (per Zeitungsverträger, frühmorgens). Oder hat jemand unter den Lesern hier schon mal etwas von einer posttraumatischen Verbitterungsstörung gehört. In der Weltwoche findet sich dieser Ausdruck im Zusammenhang mit der IV-Abstimmung. Es verhält sich - siehe auch Wikipedia - so: Ein Paar wird geschieden, er leidet schwer, er bekommt Probleme ... weiterlesen
Von M. M., 03. September 2009 – 09:15:00
Lesebefehl für alle Medienschaffenden in der aktuellen WELTWOCHE: Journalisten können sich nicht mehr darauf verlassen, dass Zeitungslesen – wie früher – quasi eine Pflichtaufgabe ist. Es gibt im Produktmanagement keinen Unterschied mehr zwischen der Zeitungsindustrie und der Uhren-, Schokolade- und Modeindustrie. Man muss die Kunden jeden Tag von der Attraktivität der Nutzlosigkeit überzeugen. Die Swatch Group, Lindt & Sprüngli und Prada sind erfolgreich, ... weiterlesen
Von M. M., 19. Juni 2009 – 14:59:00
Die Fortsetzung unserer sommerlichen Reisegeschichte läuft so: Mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Peking mit einem Abstecher nach Lhasa, die Offerte, kam per E-Mail und weil es sich um einen schweizerischen Anbieter aus Lausanne handelt, auf Englisch geschrieben. Sauber aufgelistet hatten wir all die Tage, die in der Summe vier Wochen ergeben, als pdf-Ausdruck auf dem Küchentisch liegen. Von Tag 1 „Arrival in Moscow, Transfer at Hotel Sovietsky , depending on arrival time, ... weiterlesen
Von M. M., 18. Juni 2009 – 11:40:00
Nein, es bleibt uns nicht viel mehr, als das zu Wiederholen, was in Endlosschleifen 7/24 über den Bildschirm läuft. Abwechslung bringen nicht mal eine Entführung in der Sahara, die Schüsse in der Nacht auf das Kreuzfahrtschiff, das schlechte Essen in der Hotelanlage, die Algen im Meer. Dornach-Arlesheim Peking einfach Nichtsdestotrotz: Dann tauchte diese Idee auf, mit dem Zug nach Peking zu fahren. Und gleich noch die Zugsreise nach Lhasa dranhängen. Von dieser Bahnstrecke ... weiterlesen
Von M. M., 16. Juni 2009 – 20:25:00
Vor gut einer Stunde ist ein neues Blog von mir online gegangen: Bonum Iter. Es handelt sich um ein temporäres Projekt, für das ich die WELTWOCHE für eine Zusammenarbeit habe gewinnen können. Es handelt sich um ein Reiseprojekt, über das ich derzeit noch nicht allzuviel sagen kann. In den nächsten Tagen werde ich mehr darüber berichten. Bonum Iter ist ein Experiment. D.h. es gibt keine exakte Planung. Der Ausgang ist offen. Der Weg auch. Wer mich kennt, erwartet ... weiterlesen
Von M. M., 11. Juni 2009 – 08:22:00
Religionen kann man nur in den Köpfen der Menschen verankern, wenn man sie schon von Kindsbeinen auf den einzig wahren Glauben trimmt. Entwicklungshilfe ist eine Religion. Deshalb kann man sie nicht einfach abschaffen. Wir wurden in unserer Jugend konditioniert, den Leuten in Afrika, die wir noch Neger nannten, helfen zu müssen. Zu Weihnachten schickten wir ihnen jeweils ein Päkli mit einer Schoggi, einem Nastuch und einem Bleistift und während des Jahres steckten wir Fünferli ... weiterlesen
Von M. M., 28. Mai 2009 – 10:21:00
Herr Zimmermann stellt in seiner aktuellen Weltwoche-Kolumne zu Recht fest: Im Netz finden wir alles, was wir wissen müssen. Und weil wir über jedes Thema genügend Informationen finden, "ohne dass sich je ein Journalist zwischen uns und die Information drängt", müssen sich die Verlage etwas einfallen lassen. Zum Beispiel Online. Denn, so Zimmermann: Es ist dies eine soziale Kulturrevolution, die in diesem Ausmass etwa sechs Jahre alt ist. Erstmals seit Ludwig ... weiterlesen
Von M. M., 28. Mai 2009 – 09:57:00
Wir haben vor nicht allzulanger Zeit etwas über die Weltwoche gelästert. Sie sei langweilig geworden. Doch dies läge nicht am Wochenmagazin, sondern an der schweizerischen Politik. Wir sehen uns genötigt, uns zu korrigieren: Die aktuelle Ausgabe, die dank dem Zustelldienst der Post (früher Basler Zeitung) nun auch mit den übrigen Zeitungen kurz nach Sechs im Briefkasten liegt, diese Ausgabe ist erfrischend: Jeder Artikel ein Kontrapunkt zum Medieneinheitsbrei. ... weiterlesen