Herr Ballmer tritt zurück, etwas beleidigt

Herr Ballmer tritt zurück. Aus gesundheitlichen Gründen, wie er schreibt. Doch der eigentliche Grund: Herr Ballmer hat schon seit Monaten den Rückhalt in der Politik und auch beim Volk verloren.

Sein Rücktrittsbegründung lässt darauf schliessen, dass er etwas beleidigt ist:

Leider haben einige wenige den Politstil massiv verändert. Es wird in Medien und durch Medien diffamiert. Es dominieren Demagogen; mit Fakten wird „kreativ“ umgegangen; Respekt und Fairness bleiben auf der Strecke. Es wird auf den Mann gespielt, wenn man den Puck nicht sieht oder für den Ball zu ungeschickt ist. Solidarität nimmt ab; Sonderinteressen gewinnen Oberhand über Gemeinwohl; Ansprüche dominieren die Möglichkeiten. Die Problembringer dominieren über die Problemlöser.

Wir haben es schon oft geschrieben: Herr Ballmer hat vor einem Jahr einen eleganten Abgang verpasst. Denn es ist unbestritten, dass Herr Ballmer einer der besten Regierungsleute war.

Als jedoch über dem Landkanton die Finanzmisere wie eine nicht vorhersehbare Umweltkatastrophe hereinbrach, sank sein Stern praktisch über Nacht, verlor er den Kompass aus den Augen. Herr Ballmer war ganz offensichtlich kein Politiker für schwierigere Lagen.

Das wahrscheinlichste Ergebnis der Wahlen vom voraussichtlich 3. März: Die FDP ist draussen, die SVP kommt nicht rein, Herr Nussbaumer, SP, ist gewählt.

PS: Stellt sich die Frage, ob der angezählte Herr Zwick dem Druck bis zum Ende der Legislatur tatsächlich standhält. Bei der CVP denkt man sich wohl jetzt: toll, wir können uns zurücklehnen. Wenn die sich nur mal nicht täuschen.