Von M. M., 28. Juni 2010 – 14:12:00
Es gibt ja nur wenige Frauen in der Schweizer Wirtschaft von Rang und Namen. Eine davon ist Frau Müller-Möhl (41). Wenn ich jetzt schreiben würde "na ja, von Rang" und dazu noch ein Fragezeichen setzte, würde sie prompt antworten: "Würden Sie diese Frage auch einem Mann stellen? Dabei hat es Frau Müller-Möhl schon schwer genug, mit all ihren Verwaltungsratsmandaten, sagt sie in einem Interview. Ich muss auch immer wieder auf Dinge verzichten: Beispielsweise ... weiterlesen
Von M. M., 17. Juni 2010 – 12:03:00
Die Nationalbank warnt vor einer Immobilienblase in der Schweiz, die Banken gingen allzu locker bei der Vergabe von Hypotheken um. Es würden sich Leute mit billigen Krediten Häuser und Wohnungen kaufen, die aufgrund ihrer Einkommenssituation bei einem Zinsanstieg in ernsthafte Zahlungsprobleme schlittern werden. Hatten wir das nicht schon mal? Sind Banker tatsächlich nicht lernfähig? Ich kann es nicht glauben. ... weiterlesen
Von M. M., 21. Mai 2010 – 07:55:00
Eigentlich ist das ein naheliegender Gedanke, den der Basler SP-Regierungsrat Brutschin nun in die Tat umsetzt: Kultur ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Basel und die Region (auch wenn die FDP Die Liberalen-Baselland das etwas anders sehen), also ist das ein Thema für das Wirtschaftsdepartment. Denn es geht nicht nur darum, was man von Kulturschaffenden sieht und hört, es müssen ja zunächst mal Jobs vorhanden sein, wo daran gearbeitet wird, dass man später etwas ... weiterlesen
Von M. M., 04. Mai 2010 – 07:54:00
Meine Grosseltern kauften zwei Mal Kriegsanleihen. Beide Kriege gingen verloren. Das Handelsblatt greift jetzt dieses Brauchtum auf: "Ich kaufe griechische Staatsanleihen, weil Deutschland ein überragendes Interesse an einer stabilen Europäischen Union hat." Sagt dessen Chefredakteur zum Auftakt einer Aktion der Wirtschaftszeitung. Mir war bisher nicht bewusst, dass es um Griechenland derart schlecht steht. ... weiterlesen
Von M. M., 29. April 2010 – 08:40:00
In meinem lokalen Leibblatt lese ich heute einen Kommentar zur Griechenland-Euro-Krise. Die Lage ist für den Journalisten klar: Es waren die Spekulanten, welche Griechenland in den Abgrund stiessen. Solchen Unsinn werden wir in den nächsten Tagen wohl noch öfters lesen müssen. Doch Fakt ist, dass die Kapitalmärkte - und selbstverständlich auch Spekulanten - in den letzten Wochen den Stand der Dinge schlicht und ergreifend so einschätzten, wie sie nun mal sind: ... weiterlesen
Von M. M., 07. April 2010 – 15:33:00
Wenn wir uns die Diskussion über die Banker-Boni Revue passieren lassen, dann bleibt ein Eindruck bestehen: Banker wie Brady dable ju Dougan leben in einem Paralleluniversum. Wir sehen, was ihn umtreibt, empfangen seine Botschaften, aber er und seine Kollegen haben ganz offensichtlich den Kontakt zu Houston verloren. Der Wirtschaftshistoriker Richard S. Tedlow (Harvard Business School) hat über das Phänomen ein Buch geschrieben: Denial: Why Business Leaders Fail to Look ... weiterlesen
Von M. M., 18. März 2010 – 11:21:00
Die USA werden weltweit neue Regeln fürs Bankgeschäft durchsetzen. Man kann davon ausgehen, dass es für die meisten Schweizer Banken ziemlich teuer und deshalb unrentabel wird, für amerikanische Kunden tätig zu sein. Soll man sich deshalb darüber aufregen? Nun, man kann den Vorgang relativ einfach werten: Es handelt sich um eine weitere Eskalationsstufe in einem weltweiten Wirtschaftskrieg. Das Vorgehen der USA ist insofern interessant, als die US-Banken derartige ... weiterlesen
Von M. M., 17. März 2010 – 08:00:00
(c)fabi-k, flickr Wir sind ja alle ziemlich ratlos, wie das weitergeht. Alle? Nein. Da gibt in St. Gallen einen Unternehmensberater, der weiss, wo's langgeht: Fredmund Malik from The Malik Universe of Solutions. Er sagt folgendes: Ein Mega-Trend ist die Komplexifizierung der Welt, d.h. das Entstehen der neuen Welt hochdynamischer Systeme und der Komplexitätsgesellschaft. Das bedeutet das Ende von Gewissheit, Vorhersehbarkeit und herkömmlichen Mitteln der Unternehmenslenkung. ... weiterlesen
Von M. M., 19. Februar 2010 – 10:38:00
Ich habe in den vergangenen Jahren bei der Vorbereitung von Bilanzmedienkonferenzen immer mal wieder darauf hingewiesen, dass für ein Unternehmen ständig steigende Unternehmensgewinne eben so heikel zu kommunizieren sind, wie Verlustjahre. Denn nach dem zweiten, dritten Jahr in Folge kippt die Freude des Publikums am Erfolg in Misstrauen. Dieser Einwurf war nicht unbedingt willkommen. Denn je mehr Gewinn man als CEO am Ende des Geschäftsjahres vorlegen kann, desto grösser ist ... weiterlesen
Von M. M., 15. Februar 2010 – 13:06:00
Früher, wenn ich mich über durchschnittliche schweizerische Mitarbeiter nervte, erklärte ich diese im Grunde genommen Unterdurchschnittlichkeit mit der Tatsache, dass die Schweizer alle ein bis zwei Stufen über ihren Möglichkeiten arbeiten und leben. Denn die unteren Jobs, wo viele von ihnen hingehören, wurden über Jahre hinweg von Ausländern besetzt. So tummeln sie sich in Bürojobs und sollten stattdessen an der Kasse in der Migros sitzen oder sich ... weiterlesen
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