Von M. M., 25. Februar 2010 – 17:01:00
Und es ist mir damals auch klar geworden, daß ein Geistesmensch nicht an einem Ort existieren kann, in dem er die Neue Zürcher Zeitung nicht bekommt. Thomas Bernhard hat diesen Satz in seiner Erzählung "Wittgensteins Neffe" geschrieben. Der Erzähler fährt über dreihundert Kilometer quer durch halb Österreich und die angrenzende bayrische Provinz, um an eine NZZ zu kommen. Doch all die Reiserei ist vergebens. Nirgendwo ist das Intelligenzblatt ... weiterlesen
Von M. M., 11. Februar 2010 – 09:24:00
Einer der grossen Irrtümer der Verleger ist, dass sie meinen, wer online liest, interessiere sich nur für Kurzfutter für Dumme. Also für Sex and Crime. Und der zweite Irrtum ist, dass längere Artikel am Bildschirm nicht gelesen würden. Da ich nicht von mir selbst auf die Allgemeinheit schliessen möchte, sei eine interessante Studie zitiert, welche die Universität von Pennsylvania eben publiziert hat. Es wurde untersucht, welche Art von Onlinebeiträgen ... weiterlesen
Von M. M., 09. Februar 2010 – 11:32:00
Der Fokus der Medien ist meistens derselbe: Die Journalisten sehen die Unabhängigkeit der Medien immer dann bedroht, wenn gegenwärtige Besitzer oder künftige ihr Geld in Medienhäuser investieren und aus dem Investment einen Profit generieren wollen. Sie denken nicht daran, dass sie selbst im Investorenspiel Big Player sind: über ihre Pensionskassen. Ein interessanter Fall von "Unabhängigkeit der Medien" und finanzielles Engagement von Journalisten wird derzeit ... weiterlesen
Von M. M., 08. Februar 2010 – 13:45:00
Da bloggt man mal einen halben Tag nicht und schon wird per Mail nachgefragt, weshalb man nichts schreibe, schliesslich sei die Meldung des Tages der Verkauf der Basler Zeitung an Tito Tettamanti und Martin Wagner. Antwort: Weil ich dort war. Disclaimer: Ich habe mich im Auftrag der Familie Hagemann um die Medienarbeit gekümmert. Vor diesem Hintergrund meine Bewertung. Diese Lösung ist die beste Lösung, was auch immer kommentiert wird. Und zwar aus mehreren Gründen. Zum einen, ... weiterlesen
Von M. M., 28. Januar 2010 – 13:33:00
Die ganze Welt schreibt über das neue Dingsda von Apple. Wir auch. Könnte man mit dem Dingsda auch noch telefonieren, würde man sich schon fragen, für was man denn ein solch grosses Telefon braucht. Aber man kann mit dem neuen Dingsda von Apple (noch) nicht telefonieren. Wenn ich also mir so ein Dingsda anschaffen würde, müsste ich künftig immer das Dingsda und mein iPhone mit mir rumschleppen. Und womöglich noch mein Netbook. Und dazu noch all die passenden ... weiterlesen
Von M. M., 26. Januar 2010 – 08:52:00
Mancher Leser aufgeklärte mag sich wundern, weshalb die grosse Masse der Schweizer Bezahlmedien noch immer nichts über Climategate und das sinkende IPCC-Schiff berichten, weshalb sie - wie Kommentator weatherman heute zurecht schreibt, nicht nach Bern fahren, um Herrn Stocker, dem obersten Klimaphpysiker der Schweiz, ein paar unbequeme Fragen stellen? Doch aufgeklärte Leser gibt es in der Schweiz wenige, weil die Mainstreammedien ein Thema beharrlich ignorieren, das in allen Weltmedien ... weiterlesen
Von M. M., 22. Januar 2010 – 14:05:00
Ich bin noch nicht soweit, dass ich hier schreiben könnte, ich kann das mit Haiti nicht mehr hören. Aber ich denke, wenn die Medien so weiter machen, wird es im Verlaufe der nächsten Woche soweit sein. Nach der ersten Nachrichtenwelle, die erneut nicht von CNN und den internationalen Agenturen sondern von Twitter, Facebook und Blogs erzeugt wurde, kommt das Elendsfeuilleton angereist. Alles, was über einen Laptop und eine Kamera verfügt, fliegt hin oder setzt sich in eine ... weiterlesen
Von M. M., 20. Januar 2010 – 19:36:00
Die Verlegerwelt schaut gespannt auf die New York Times. Sie will für ihr Onlineangebot ein Bezahlsystem einführen. Es soll anders ausgestaltet werden, als das, was bis jetzt üblich war: Wer hin und wieder vorbeischaut, hat nach wie vor gratis Zutritt zu den Texten. Wer hingegen immer wieder vorbeischaut, dem wird nach einer gewissen Zahl Besuche eine Zahlschranke vorgesetzt. Doch die Sache ist komplizierter als sie sich in einem einzigen Satz darstellen lässt. Deshalb will ... weiterlesen
Von M. M., 13. Januar 2010 – 18:44:00
Mit dem Erdbeben brachen in Haiti auch die Kommunikationsleitungen zur Aussenwelt zusammen. Journalisten haben Mühe, ihre Berichte abzusetzen, sich überhaupt ein Bild von der Lage zu machen. Doch Alternativen sprangen in die Lücke, beispielsweise Twitterer, und sind derzeit die Quellen für die News, welche wir bei uns mitbekommen. Beispiele: Fonkoze Alex Counts (@GrameenFdn) & John Mercier (@Fonkoze) have published what they know about the situation ... weiterlesen
Von M. M., 12. Januar 2010 – 08:25:00
Letzte Woche hat Herr Büchi, der Chef von Springer Schweiz gesagt, über 400 Zeitungen in der Schweiz - das seien einfach zu viele. Recht hat er, denn das haben wir schon wiederholt auch gesagt. Dieses Jahr geht es ans Eingemachte. Als ersten Verlag erwischt es die Aargauer Zeitungsgruppe von Herrn Wanner. Trotz Personal- und weiteren Sparprogrammen sackt der Umsatz der Gruppe zum dritten Mal in Folge ab. Gegenüber dem 2008 ging der Umsatz im letzten Jahr um 30 Mio. Franken zurück. ... weiterlesen
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