Arlesheimreloaded - Mäuse schultern Elefanten

Italiens Zukunft kommt aus dem Osten

Zusammengerechnet haben wir in den letzten Jahrzehnten annähernd zwei Jahre in Italien verbracht. Vom Norden bis tief hinunter in den Süden. Das Land lebt von der Substanz. Zumindest in den Innenstädten. Kein Baukran weit und breit. In Bologna zum Beispiel, immerhin eine Stadt mit 384tausend Einwohnern. Keine Auseinandersetzung zwischen zeitgenössischer Architektur und historischen Bauten. Auch nicht im renaissance-konservierten Siena. Gebaut wird ausserhalb, zumeist ziemlich ... weiterlesen

War an einer Sitzung

...als die in Genf ihren Feuerstuhl in Bewegung setzten. Nur so für die Nachwelt, falls eintritt, was einige behaupten, dass die Welt nämlich untergehen wird, wenn die ihren Stuhl in Bewegung setzen und bei solch einschneidenden Ereignissen später die Frage kommt, wo warst du, als die ihren Speedmaster in Bewegung setzten? ... weiterlesen

Apropos Pfingsten

Es wurde schon über vieles in der Blogossphäre geschrieben. Zum Beispiel auch über Pfingsten. Deshalb spare ich mir den Aufwand und zitiere, was Zettel in seinem Raum vor einem Jahr geschrieben hat: Es ist dem Pfingstfest gegangen wie den meisten christlichen Festen. Sie wurden erst vom Fest- zum Feiertag und dann vom Feiertag zum freien Tag. Im Grunde sind die meisten ehemaligen Festtage heute Urlaubstage, nur übers Jahr verstreut, zusätzlich zum Jahresurlaub. Urlaubstage, ... weiterlesen

Holocaust-Gedenktag

Die Menschen hielten in ihrer Arbeit inne, Autofahrer stoppten ihre Fahrzeuge. Mit Schweigeminuten und  Sirenen hat heute Israel den sechs Millionen Opfern des Holocaust gedacht.  Meine Grosseltern:  Lina Müller-Stumpp            Heinrich Müller Jahrgang 1901                   Jahrgang 1876 Erschossen 11.8.1943        Erschossen ... weiterlesen

Lebensgefahr für Herrn Bush?

Berücksichtigen wir doch mal die dem Esoterischen zugeneigten Leser unseres bescheiden dahintümpelnden Blogs.   Die Sache ist die. Da gab es diesen Indianerhäuptling Tecumseh. Der hat so um Achtzehnhundert und ein paar Zerquetschte einen Fluch ausgestossen, wonach alle "Grossen Weissen Väter", also die Präsidenten der USA, sterben müssen, die in einem Jahr gewählt werden, das durch 20 teilbar ist.  Der Mann hatte zum einen ganz offensichtlich ... weiterlesen

Ach, dieses Tessin II

Gastkommentar von Osservatore Profano  "Perché la Svizzera italiana" heisst die Titelgeschichte, die  der ursprünglich aus Sarajevo stammenden Politologe und Tessiner SP-Grossrat Nenad Stojanovic  in der neuesten Augabe von TICINO "settimanale della Svizzera italiana" (Wochenendbeilage des CORRIERE del TICINO) publiziert hat. Er bespricht darin den eben erschienenen 2. Band der Korrespondenz des ersten Tessiner Bundesrates, des liberal-radikalen Stefano ... weiterlesen

Liberales zu Ostern

Es herrscht bei uns einige Verwirrung um den Begriff "Liberal". Keine Partei mehr, die sich nicht mit diesem, weil modisch gewordenen Attribut aufpeppt. Geradezu grotesk ist Usurpation des Begriffs durch die römisch-katholische CVP und die internationalistische SP.  Bei den klassischen liberalen Parteien, der FDP und der LDP, herrscht indes Verwirrung, besser Orientierungslosigkeit. Das liegt auch am Personal. Weder der Parteipräsident der einen Partei noch der anderen ... weiterlesen

Ein netter Asylbewerber VI

Eigentlich dachte ich, dass nach Folge V des netten Basler Asylbewerbers nun endlich Schluss sei. Doch jetzt kommt dieses Basler Stadtbuch der renomierten Christoph Merian-Stiftung. Das ist so etwas wie die jährliche Stadtchronik und geniesst deshalb einen hohen Nachschlagewerk. Mit der Ausgabe 2007 erreicht die Singh-Rührseligkeit ihren Gipfel: Basels beliebtester Asylbewerber - richtig ist wohl, dass er der einzige ist, den die Basler überhaupt mögen - also der Herr Khalsa ... weiterlesen

Der Täter

Seit zwei Wochen beschäftige ich mich mit einem der irritierendsten Bücher, das ich je gelesen habe, mit Jonathan Littells „Die Wohlgesinnten.“ Nach fünfzig Seiten habe ich mich gefragt, ob man so etwas überhaupt lesen soll und nach weiteren fünfzig Seiten, ob man so etwas überhaupt lesen darf. Schliesslich habe ich das Buch beiseite gelegt, weil ich nicht mehr sicher war, ob ich so etwas überhaupt lesen will, im Jahr 2008. Und dann war noch diese ... weiterlesen

Kurz vor Torschluss

Wenn schon alle eine Rückschau machen, dann soll das auch mir gestattet sein, zumal ich gerade noch rechtzeitig vor Torschluss Herrn Grippe mit viel Tee und einer guten Portion Chemie zum Haus raus treiben konnte. Die Rückschau ist gleichzeitig auch eine Vorschau. So hat man es doch gern. Deshalb dreht es sich nicht ums Wetter – das ändert oder es bleibt wie es ist – sondern um die Politik. Und da befindet man sich sofort auf dem Glatteis – the best place on earth. ... weiterlesen

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