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Herrn Stockers Traumschiffreise

Aus dem Reiseprospekt:

Ende Juli ist die beste Zeit des Jahres, um die Westküste Grönlands zu erfahren. Stabiles, meist sonniges Wetter, angenehm warme Temperaturen (gelegentlich bis fast 20° C) und gute Eisverhältnisse machen diese Zeit so begehrt.

Wer jetzt meint, wer diese Reise unternimmt, könne entspannt an Deck flanieren und abends gediegen speisen, der täuscht sich. Nein, der wahre Luxus einer solchen Reise ist, mit vollem Bauch ein schlechtes Gewissen zu haben.

Dafür sorgt an Bord des Schiffes der Rächer aller Grönlandgletscher: Thomas Stocker, Klimaphysiker in Bern und Kopräsident einer der drei Arbeitsgruppen des Weltklimarates (IPCC).

Und das tönt dann so.

Wir wissen: Grönlands Natur ist fragil. Der Klimawandel lässt das Eis schmelzen. Der Klimaforscher Professor Thomas Stocker beobachtet genau, was in Grönland vor sich geht.

Wir geben es zu, wir sind nicht überrascht. Der Mann liebt die Show, ist so eine Art Aeschbacher der Gletscherschmelze. 

Allerdings könnte man sich jetzt fragen, wenn alle so besorgt sind, wegen der Schmelze, weshalb fahren die nicht im Winter hin, wenn nicht so "angenehme Temperaturen (gelegentlich bis fast 20° C) und gute Eisverhältnisse" herrschen?

Deswegen:

Es gibt wohl nirgends schönere Eisberge als in Grönland, sagen Fachleute. Besonders spektakulär ist der Blick aus dem Helikopter auf den Eisfjord.

Was Herr Stocker zu diesem CO2-pusten gleich vor Ort sagt, steht nicht im Prospekt der Schweizer Familie.

Credits: Leser Anton Keller

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Re: Herrn Stockers Traumschiffreise

  • Von: Ben Palmer
  • , 08. Februar 2010,
  • 19:42

Das finde ich eine gute Idee. Wir sollten alle eine solche Reise nach Grönland machen, damit wir vor Ort feststellen können, wie schnell das Eis wegschmilzt. So ein persönlicher Augenschein mag doch so manchen Skeptiker zum Umdenken bewegen. Die Reiseorganisation und -leitung könnte Moritz Leuenberger selbst in die Hand nehmen oder an die ETH delegieren. Wichtig ist nur, dass das CO2 ausreichend kompensiert wird, entweder durch eine Abgabe oder die Verplichtung aller Reiseteilnehmer, im Frühjahr Geranien auf dem Balkon zu pflanzen.

gohts no.... wollte ich schr...

  • Von: Bern-i
  • , 08. Februar 2010,
  • 21:36

schreiben... - aber ich gehe mal davon aus, Ben Palmers Zeilen sind witzig-zynisch gemeint. Energie verpuffen um hingehen um zu gucken, dass in warmen Sommertemperaturen Eis schmilzt, wie seit Jahrhunderten, Jahrtausenden schon - auch als es noch keine Toyotas und Mazdas, Merzedes und Bundesräte gab...
Sommerwärme hat mal nun sehr wenig mit CO2 zu tun, im Sommer schmelzt Eis und Schnee immer - auch in der Arktis. Aber ich werde im Fürhjahr reichlich Geranien pflanzen...
Ich nehme an, das Staatsfernsehen ist auf der Reise mit dabei, ebenso wie ein paar link(isch)e Journalisten.. - Mir selbst ist es zu kalt, ich bleib wieder an der Wärme: denn die Winter sind dank der Klimaabkühlung schon echt kalt geworden, die Strassenbeläge platzen.. wie die Zunahme der Abgaben-Abrupfereien auch..

Re: gohts no.... wollte ich schr...

  • Von: Ben Palmer
  • , 09. Februar 2010,
  • 19:52

... richtig, ich konnte mir ein wenig Zynismus nicht verkneifen ...

Machen wir doch die Reise!

  • Von: Mittelmass
  • , 08. Februar 2010,
  • 17:46

Wir könnten ja die Klimawandelskeptiker wie Lindzen, Singer, Peiser, Maxeiner, Miersch fragen, ob sie sich ingkognito einschiffen lassen wollen, dann noch ein paar Jubelperser (ich zum Beispiel, wobei ich einen Sponsor bräuchte).

Stocker würde der Atem stocken wenn er erfährt mit wem alles er auf dem Schiff die Zeit verbringen müsste.

Ich würde dann noch für einen Schnappschuss mit einem Bunzenbrenner auf eine Eisscholle steigen und diesen zum Schmelzen bringen...

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