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Der Traum des Herrn Murdoch von Paid Content

Eigentlich hilft nur eine Weltverschwörung der Verleger, den Traum des Herr Murdoch von Paid Content durchzusetzen.

Nur wenn die sich alle einig sind, und sich kollektiv vom Internet verabschieden, werden sie es schaffen, dass wir keine Gratisnachrichten mehr auf unseren Bildschirm holen werden. 

Aber eine solche mediale Weltrevolution wird nicht stattfinden. So ist das Gerede von Herrn Murdoch in Sachen Paid Content, nur Gerede. 

In einem Anfall von Selbstüberschätzung will er seine Medien von den Suchmaschinen abhängen. So what. Dann sind halt fünf Blätter und ein paar TV-Stationen (für eine Weile) weg.

Doch machen wir eine Pröveninge, wie denn Paid Content à la Murdoch konkret aussieht. Die Meldung: EU Fines Chemical Companies for Price-Fixing. So sieht die Site des Wall Street Journals aus, das Herrn Murdoch gehört:

Das Bild zeigt eine Screen Shot einer Website

Man kann es nicht so gut lesen: Unter dem Titel ist ein Schlüssel und da heisst es "Subscriber Content Preview". Will ich den Artikel lesen, dann muss ich dafür 1.99 USD pro Woche bezahlen.

Oder ich schau einfach irgendwo anders nach. Zum Beispiel bei Reuters. Und da sieht dann Site mit der Meldung das so aus:

Das Bild zeigt eine Website mit einer Meldung

Die ganze Meldung ist gratis.

Wie gesagt, es müsste so etwas wie eine Weltverschwörung der Verleger stattfinden, um Paid Content durchzusetzen.

Die Verleger weichen mit der Diskussion um Bezahlinhalte und Urheberrecht dem eigentlichen Problem, das sie haben, aus: in diesem unserem digitalen Weltdorf gibt möglicherweise es zu viele Zeitungen und Online-Portale. Der Werbemarkt ist offensichtlich zu klein, um all die vielen (neuen) Angebote finanzieren zu können. 

In der Schweiz hat es definitiv zu viele Tageszeitungen. Zehn weniger - niemand würde etwas vermissen. Doch die übrig gebliebenen könnten gute Journalisten beschäftigen. 

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Kein Cash im Internet..

  • Von: Karl Linder
  • , 11. November 2009,
  • 20:33

Ich lass man die Logik> Im Internet funktioniert nur eine Branche, bei der die Leute bereit sind, fuer Inhalte zu bezahlen> SEX.
Was nicht heisst, dass man Dienstleistungen & Waren ganz gut an den Mann/die Frau bringen kann. Vielleicht ist es wirklich so, dass unsere schweizerische Kleinraeumigkeit in Politik und Medien es nicht zulaesst, eine gesunde Groesse anzupeilen, die wirtschaftlichen Dingen laengst Usanz sind. Weniger Zeitungen wird sicherlich keine Qualitaetseinbusse darstellen.

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  • Stand: 05:30:27 - 10.03.2010

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