Arlesheimreloaded - Mäuse schultern Elefanten

Mit Salatköpfen geworfen

Die Basler Zeitung hat eine Umfrage durchgeführt. Zum TCS. Sie hat ihre Leser gefragt, ob sie mit der Arbeit des Vorstands zufrieden seien oder nicht. Das Ergebnis: 79 Prozent sagen Nein, was die mathematische Folge hat, dass 21% zufrieden sind.

Nun hat so eine Tedumfrage den Aussagewert von fast gar nichts. Es handelt sich höchstens um eine Stimmungsbild unter den 307 Lesern, die sich an der Umfrage beteiligt haben. Oder mit anderen Worten: 244 haben mit Salatköpfen nach dem Präsidenten geschmissen. Punkt.

Damit können wir uns jetzt wieder den wirklich wichtigen Dingen des Lebens zuwenden. 

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Ich sehe folgende Optionen, für tcs-Vorstands-Gegner:

  • Von: Observer
  • , 30. Mai 2007,
  • 14:00

1. Der a priori ehrenwerte 'Whistleblower' Hanspeter Weibel geht zum Wohle der TCS-Mitglieder zur Beichte zu dem Staatsanwalt. Sodann nimmt das Recht, an Stilfragen Statt, seinen Weg.

2. Man lässt den Vorstand die Lehren aus den Ereignissen ziehen, schweigt und harrt der Dinge die im Mai 2008 zu kommen drohen.

3. Man kritisiert in gleicher Art die stilistischen Defizite*, die sich vor der GV pro 2006 zugetragen haben und anlässlich Derselben final abgehandelt wurden und verliert dadurch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht nur die Glaubwürdigkeit, der man sich letzten Freitag noch erfreute, sondern endet ordinär, als schlechter Verlierer.

4. Man tritt aus dem Club aus, arrangiert den Pkw-Pannendienst, die Rechtshilfe in der Art der verehrten Carla und wendet sich der viel spannendern Politik zu. Dem dort offerierten Angebot zudem der ganz bestechende Vorteil immanent ist, dass man den TCS in der Person der FDP in eigener Kompetenz - ohne von irgend wem abhängig zu sein - mit all der diesem Akt inhärenten Wonne abstrafen, abwählen kann!

Für Stilfragen zum Staatsanwalt?

  • Von: R.S.
  • , 31. Mai 2007,
  • 07:37

Option 1 oder 3: Gehts nun um Rechtsfragen oder um Stilfragen? Wenn es um stilistische Defzite geht, ist wohl kaum der Staatsanwalt die richtige Adresse. Und wie ich verstanden habe, gehts um Verletzung der Statuten, um Überschreiten von Finanzkompetenzen und um Irreführung der Mitglieder? Sind das Stilfragen für den Staatsanwalt?

So genannte Rechtsfragen degenerieren dann zu ordinären Stilfragen, ...

  • Von: Observer
  • , 31. Mai 2007,
  • 10:06

wenn derjenige (1.), der den Eindruck erweckte es handle sich in der Tat um Rechtsfragen es unterlässt, Diese sodann der dafür zuständigen Behörde zu stellen bzw. wenn die zuständige Behörde es unterlässt, der öffentlich gemachten Sache fundiert auf den Grund zu gehen, obwohl sie dies kraft ihres Amtes tun müsste.

Mein Verständnis entsprach Ihrem ("Verletzung der Statuten, Überschreiten von Finanzkompetenzen und um Irreführung der Mitglieder"). Und mein Verständnis davon ist, dass es sich wohl doch um Fragen des Strafrechts handelt.

Die Passivität des Anklägers Weibel bzw. des Staatsanwaltes auf rechtlicher Ebene bewirken bei mir nun aber die Ansicht, dass es sich halt doch um blosse Fragen von - rechtlich völlig irrelevanten - Stil gehandelt haben muss, die zur Generalversammlung aus mir nicht bekannten, wohl persönlichen Gründen hochgekocht wurden.

* Denn Rechtliche können es Keine gewesen sein.

  • Von: Nachtrag
  • , 30. Mai 2007,
  • 14:02

siehe 1.

Selbstkritik?

  • Von: Demoscoop
  • , 30. Mai 2007,
  • 12:00

Darf man fragen, natürlich ohne Ihre Professionalität als Kommunikationsberater in Frage zu stellen, warum es Ihnen nicht gelungen ist, mehr von den 80'000 Mitgliedern zu motivieren, an die Versammlung zu gehen? Immerhin gab es doch ein Gratisessen. So wie ich den durchschnittlichen Autofahrer einschätze, lässt der sich doch sowas nicht entgehen, alldieweil noch traktandierter Rambazamba winkte und für Unterhaltung, blutter Präsident, (wäääääk!) eigentlich gesorgt war.

Fettleibigkeit macht sehr bequem!

  • Von: berni-analyst
  • , 30. Mai 2007,
  • 17:48

jo, Mr Demoscoop, in Basel und Umgebung ist es so, dass kaum 0,5%(schwache 5 Promille, wie beim Alkohol) an die GV's gehen. Sei dies nun beim NAV Novartis Angestelltenverband, oder anderer Verbände ähnlicher Wohl-Fühl-Firmen. Viele verstehen auch nix von Bilanzen - aber das Datum war auch listig angelegt: das lange Pfingstwochenende am Freitag abend davor: da verreist man. Frage: haben Sie schon sooo viele leere Parkplätze in Basel gesehen wie über Pfinsten? Ja, in den Sommerferien (...).

Basel ist "bequem" seit Jahrzehnten - das beobachte ich analytisch schon sehr lange. Man ist "fett" und "bequem" geworden. Und was soll's. Der Termin muss weg von Pfingsten wie überhaupt in der Ferien-Brücke Auffahrt bis Pfingsten. Andererseits muss der Antrag auf Mitgliederbeitrags-Reduktion und einer dann als Folge auf Salär-Reduktion des "Buddha" erfolgen.

Die Medien sollten durch gezielte activity-Momente auf dieses brisante Antragsduo eingespielt werden - damit "das Volk erfasse und dann vielleicht erwache"... Jedenfalls COOP, MMM, Denner, Aldi usw, die wissen:; mit reduzierten Preisen "läuft die Aktion". Sicherlich so auch mit der GV, den zu senkenden Mitglieder-Preisen und Thron-Entlöhnungen...

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