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Gysin, der Dominator

Herr Gysin, ein Gewerbedirektor, lässt nie die Korken knallen. Weil er keinen Champagner trinkt. Denn dieser wird, wie jedermann weiss, nicht im Baselbiet hergestellt. Bei Herrn Gysin gibt es Maispracher, wenn es etwas zu feiern gibt oder einen Buuser, Weine also, die auf die Klimaerwärmung hoffen müssen, damit man sich tatsächlich auch geniessen kann. 

Gestern war es wieder mal soweit, dass Herr Gysin, auch-noch-Nationalrat der Wirtschaftspartei FDP, zum Korkenzieher griff. Es galt darauf anzustossen, dass ein paar Baselbieter Landräte ein Zukunftsgeschäft mit dem Kanton Basel-Stadt gebodigt hatten.

Der Stadt eins auszuwischen löst bei ihm, der nie über Pratteln hinausgekommen ist - weder politisch noch geistig, was ich beurteilen kann, weil ich Herrn Gysin, mit dem ich selbstverständlich Duzis bin wie fast alle im Kanton Baselland, in den tiefen achtziger Jahre als Journalist im Pratteler Einwohnerrat erlebt habe - bei Herrn Gysin also löst das tiefe patriotische Gefühle aus: Erneut wurden die Basler in einer Schlacht an der Hülftenschanz geschlagen.

Dieses Sieglein ist so jämmerlich, geht es doch darum, dass ein Elektriker aus Binningen und nicht einer aus dem Gundeli, die Steckdosen im geplanten Life-Scienes-Neubau einsetzen darf.

Nein, Herr Gysin, der Dominator, ist über Pratteln nie hinausgekommen. Deshalb weiss er offenbar auch nicht, dass es inzwischen internationale Verträge gibt, wonach ein 22 Millionen-Bau der öffentlichen Hand international ausgeschrieben werden muss, das die Submissionsgesetze der beiden Basel sich nicht mehr an der Geografie ausrichten.

Was ist das für ein Vertreter einer sogenannten Wirtschaftspartei, der in einem interkantonalen Vertrag festschreiben lassen will, dass das Geld, welches der Landkanton an den Bau zahlt, ausschliesslich an Baselbieter Handwerker gehen darf?

Nun unterschätze ich die Macht des Dominators keineswegs. Landräte, auch angehende, kuschen vor dem Mann, weil sich jeder und jede erhofft, dank Gysins Gewerbepropagandamaschinerie 2010 wieder oder neu nach Liestal gehen zu dürfen. 

Wahrscheinlich wäre es klug, den Life-Sciences-Neubau im Interesse der Studierenden und der Foschung nach Zürich zu verlegen. Oder nach Olten. 

Zum Thema: Wann tritt Hans Rudolf Gysin zurück?

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Ein machtbesessener Lobbyist!

  • Von: k.lundqvist
  • , 26. Mai 2009,
  • 16:10

Ich kann Ihre Wort nur unterstreichen und noch anfügen, ob der Mann vielleicht vergessen hat was Basel und seine Uni eigentlich ist? Wo sollten den all die Studenten aus Baselland studieren gehen? Alle ab nach Zürich? Zahlt Herr Gysin denen direkt noch die Studiengühren und ein GA? Kann ein einziger Mann so seine Macht in Baselland missbrauchen? Ich denke die Leute der Landrätlichen Kommission sollten mal wieder ihren Nuggi rausnehmen und ihre Arbeit im Dienste der Bürger machen und nicht einigen wenigen Lobbyisten!

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  • URL: http://arlesheimreloaded.ch/article/hansrudolf-gysin-gewerbedirektor
  • Stand: 17:26:46 - 13.03.2010

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