Arlesheimreloaded - Mäuse schultern Elefanten

Basel fehlt es an Klasse III

Eben lasen wir zum Pausenkaffee in der Lokalzeitung (der Kaffee war besser) ein Musterbeispiel dafür, weshalb es Basel an Klasse fehlt.

Herr Hablützel, der Mann einer einst erfolgreichen aber etwas zickigen Fechterin und Herr Zimmermann, Inhaber einer Marketing-Agentur, schillernd, lancieren ein Luxusmagazin. Nur für Basel.

12'000 Exemplare soll vom "keine Luxuspostille" sein wollenden Heft gedruckt werden. Beim Text handelt es sich um bezahlte PR-Beiträge, die aber "von Journalisten recherchiert (!) und verfasst werden." Eiderdaus.

Wer mehr als 180'000 Franken verdient (es sollen in Basel und Umgebung 4'000 sein), bekommt es per Post zugeschickt und der Rest darf es in "exklusiven Geschäften" abholen. Man muss allerdings keinen Lohnausweis mitbringen.

Sehr gut gefällt uns dieser Satz aus dem Munde des Mannes der Fechterin und Mitinhaber eines Küchenladens (exklusiv, versteht sich), der eben nur in Basel möglich ist:

Exklusive Dienstleistungen und Produkte und die dafür einstehenden Menschen hatten bislang in Basel keine geeignete publizistische Plattform.

Ist das nicht putzig?

Doch nun rasch zur Pointe: Für "Farbtupfer" im Basel only-Heft namens "Best of Basel" (darauf nochmals ein herzhaftes EIDERDAUS) sorgt der Party-Zürcher Mark van Huisseling, ein Autor der Weltwoche. 

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